"Η ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΚΥΒΕΡΝΗΣΗ ΕΚΦΟΒΙΖΕΤΑΙ ΑΠΟ ΤΗΝ ΑΓΚΥΡΑ!!"
"Türkische Soldaten in Griechenland
"Türkische Soldaten in Griechenland
Wenn Erdogans Gunst wichtiger ist als das Menschenrecht
Mit allen Mitteln versucht die griechische Regierung, türkischen Soldaten Asyl zu verwehren. Offenbar sollen die Rechte der Männer geopfert werden, um Erdogan zu besänftigen.

Von Giorgos Christides, Athen
Fotos
REUTERS
Donnerstag, 11.01.2018 06:57 Uhr
Nachdem er 18 Monate lang von der Polizei festgehalten wurde, ohne jemals angeklagt zu werden, dachte Suleyman Ozkaynakci, dass er endlich frei sei. Am Morgen des 29. Dezember kamen griechische Asylbeamte zu seiner Zelle, um ihm die gute Nachricht zu überbringen: Griechenland werde ihm Asyl gewähren.
Die Entscheidung hatte eine unabhängige Asylbehörde getroffen. Sie sah nicht genug Beweise dafür erbracht, dass Ozkaynakci 2016 tatsächlich an dem vereitelten Putsch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan beteiligt war. Zudem drohe ihm in seiner Heimat die politische Verfolgung.
Ozkaynakci, der im Juli 2016 mit sieben weiteren Soldaten nach Griechenland geflohen war, war überglücklich - und erstmals frei. Aber seine Freude hielt nicht lange an. Völlig unerwartet wies die griechische Regierung das Gericht an, seine Asyl-Entscheidung zu revidieren, um die türkisch-griechischen Beziehungen nicht zu belasten. Am Montag gewann die Regierung die erste Verhandlung. Ein Gericht in Athen setzte das Asyl für Ozkaynakci wegen "öffentlichen Interesses" aus; am 15. Februar soll es eine formale Anhörung dazu geben. Ozkaynakci ist nun zurück in seiner alten Zelle, mitten in einem Athener Polizeibezirk.
Erdogan wettert, Tsipras folgt
Der Fall der acht geflohenen türkischen Soldaten ist eine klaffende Wunde in den türkisch-griechischen Beziehungen. Ankara verlangte mehrfach von Athen, die Soldaten an die Türkei auszuliefern. Erdogan verunglimpfte die Männer als Verräter und Putschisten, sie müssten Verantwortung für die Konsequenzen der Aufstände mit mehr als 250 Toten übernehmen....
Mit allen Mitteln versucht die griechische Regierung, türkischen Soldaten Asyl zu verwehren. Offenbar sollen die Rechte der Männer geopfert werden, um Erdogan zu besänftigen.
Von Giorgos Christides, Athen
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REUTERS
Donnerstag, 11.01.2018 06:57 Uhr
Nachdem er 18 Monate lang von der Polizei festgehalten wurde, ohne jemals angeklagt zu werden, dachte Suleyman Ozkaynakci, dass er endlich frei sei. Am Morgen des 29. Dezember kamen griechische Asylbeamte zu seiner Zelle, um ihm die gute Nachricht zu überbringen: Griechenland werde ihm Asyl gewähren.
Die Entscheidung hatte eine unabhängige Asylbehörde getroffen. Sie sah nicht genug Beweise dafür erbracht, dass Ozkaynakci 2016 tatsächlich an dem vereitelten Putsch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan beteiligt war. Zudem drohe ihm in seiner Heimat die politische Verfolgung.
Ozkaynakci, der im Juli 2016 mit sieben weiteren Soldaten nach Griechenland geflohen war, war überglücklich - und erstmals frei. Aber seine Freude hielt nicht lange an. Völlig unerwartet wies die griechische Regierung das Gericht an, seine Asyl-Entscheidung zu revidieren, um die türkisch-griechischen Beziehungen nicht zu belasten. Am Montag gewann die Regierung die erste Verhandlung. Ein Gericht in Athen setzte das Asyl für Ozkaynakci wegen "öffentlichen Interesses" aus; am 15. Februar soll es eine formale Anhörung dazu geben. Ozkaynakci ist nun zurück in seiner alten Zelle, mitten in einem Athener Polizeibezirk.
Erdogan wettert, Tsipras folgt
Der Fall der acht geflohenen türkischen Soldaten ist eine klaffende Wunde in den türkisch-griechischen Beziehungen. Ankara verlangte mehrfach von Athen, die Soldaten an die Türkei auszuliefern. Erdogan verunglimpfte die Männer als Verräter und Putschisten, sie müssten Verantwortung für die Konsequenzen der Aufstände mit mehr als 250 Toten übernehmen....
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